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Schwangerschaft und Listerien: Ursachen, Risiken + Vorbeugen

Von Anja Boeken ✓ Medizinisch geprüft von Dr. med. Thomas Birkner am 19. März 2024

Du erwartest ein Baby und plötzlich scheint es, als müsstest du auf so vieles achten.

Eines der Themen, die dir begegnen, sind Listerien – Bakterien, die während der Schwangerschaft besonders gefährlich sein können. Aber keine Sorge, wir klären dich auf!

Was genau sind Listerien und wie kannst du dich und dein ungeborenes Kind davor schützen? In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige über die Risiken, Präventionsmaßnahmen und die richtige Ernährung, um eine Infektion zu vermeiden.

Schwangerschaft und Listerien

Während der Schwangerschaft ist dein Immunsystem verändert, was dich anfälliger für Infektionen wie Listeriose macht.

Sowohl du als auch dein ungeborenes Kind sind besonders gefährdet, da Listerien die Plazentaschranke überwinden können. Es ist entscheidend, dass du dich mit den richtigen Informationen schützt.

Listerien vermehren sich bei Kühlschranktemperaturen, daher solltest du vorsichtig sein mit Lebensmitteln, die lange gelagert wurden.

Verzehre besser keine rohen Milchprodukte, speziell Weichkäse wie Brie oder Camembert, und meide Fleischwaren wie Salami oder rohen Schinken, wenn diese nicht gründlich erhitzt wurden. Auch vorgekochte und verzehrfertige Speisen stellen ein Risiko dar und sollten erhitzt werden, bis sie dampfen.

Es gibt einfache Schritte, die du zur Prävention ergreifen kannst:

  • Gründliches Waschen von Obst und Gemüse vor dem Verzehr
  • Separate Schneidebretter für rohes Fleisch und für andere Lebensmittel verwenden
  • Regelmäßige Reinigung des Kühlschranks, um eine Kreuzkontamination zu vermeiden

Um das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung während der Schwangerschaft zu fördern, hier einige Daten zur Verbreitung von Listerien in verschiedenen Lebensmitteln:

Lebensmittel Positiv getestet auf Listerien (%)
Weichkäse 1,2
Geräucherte Fischwaren 2,1
Rohe Fleischprodukte 1,4

Obwohl die Prozentzahlen relativ niedrig erscheinen, ist das Infektionsrisiko für dein ungeborenes Kind zu hoch, um es zu ignorieren.

Denke daran, bei Unsicherheiten oder Verdacht auf Listeriose umgehend deinen Arzt oder deine Ärztin aufzusuchen. Die rechtzeitige Behandlung mit Antibiotika kann für die Gesund

Was sind Listerien?

Was sind Listerien

Definition von Listerien

Listerien sind eine Gattung von Bakterien, die ernsthafte Infektionen beim Menschen verursachen können, insbesondere bei Schwangeren, Neugeborenen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Die Bakterien, die wissenschaftlich als „Listeria monocytogenes“ bekannt sind, sind robust und in der Lage, in unterschiedlichen Umgebungen zu überleben, einschließlich Kühlschränken und anderen feuchten Orten. Sie vermehren sich sogar bei niedrigen Temperaturen.

Eine Infektion mit Listerien wird als Listeriose bezeichnet, welche durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln ausgelöst werden kann.

Es ist wichtig zu wissen, dass nicht jeder Kontakt mit Listerien automatisch zur Erkrankung führt, jedoch ist Vorsicht geboten, um das Risiko einer Infektion zu minimieren.

Auswirkungen von Listerien auf Schwangere

Für Schwangere ist eine Infektion mit Listerien besonders kritisch, da das Immunsystem während der Schwangerschaft verändert ist, um den Körper auf die Entwicklung des Kindes vorzubereiten.

Dies macht schwangere Frauen anfälliger für Infektionen. Infiziert sich eine Schwangere mit Listerien, können diese Bakterien die Plazentaschranke überwinden und zum Ungeborenen gelangen.

Dies kann zu schweren Komplikationen wie Frühgeburt, Fehlgeburt oder gar einer lebensbedrohlichen Infektion des Neugeborenen führen.

Listeriosen treten glücklicherweise relativ selten auf. Die Rate der gemeldeten Erkrankungen liegt bei etwa 0,1 bis 0,4 Fälle pro 100.000 Personen pro Jahr in Deutschland. Schwangere Frauen gelten jedoch als etwa 20-mal anfälliger für eine Infektion als andere gesunde Erwachsene.

Bevölkerungsgruppe Inzidenz von Listeriose (Fälle pro 100.000 Personen pro Jahr)
Allgemeine Bevölkerung 0,1 – 0,4
Schwangere Frauen 2 – 8

Das Risiko einer Listeriose während der Schwangerschaft ist zwar gering, die potenziellen Auswirkungen sind jedoch gravierend, sodass besondere Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen sind, um das Risiko so weit wie möglich zu reduzieren.

Wie kann man sich vor Listerien schützen?

Vermeiden von bestimmten Lebensmitteln

Um die Gefahr einer Listerieninfektion während der Schwangerschaft zu minimieren, solltest du besonders vorsichtig bei der Auswahl deiner Nahrungsmittel sein.

Es gibt spezifische Lebensmittel, die ein höheres Risiko für Listerien bergen und daher gemieden werden sollten:

  • Rohmilchkäse und Weichkäse: Diese können Listerien enthalten, insbesondere, wenn sie aus unpasteurisierter Milch hergestellt sind.
  • Roher Fisch und geräucherter Fisch: Sushi, Graved Lachs oder ungenügend gegartes Meeresgetier können eine Gefahrenquelle darstellen.
  • Rohe Fleischprodukte: Dazu gehören Tartar, Carpaccio und nicht durchgegartes Fleisch.
  • Fertigsalate und rohes Gemüse: Ohne gründliche Reinigung können sich auch hier Listerien befinden.

Wichtig ist, dass du auf vertrauenswürdige Quellen und hygienisch einwandfreie Verarbeitungsprozesse achtest. Beim Einkauf solltest du auf frische und qualitativ hochwertige Produkte Wert legen.

Lebensmittel richtig lagern

Die richtige Lagerung von Lebensmitteln spielt eine ebenso entscheidende Rolle beim Schutz vor Listerien.

Achte auf Folgendes, um sicherzugehen, dass deine Lebensmittel so sicher wie möglich sind:

  • Kühlschranktemperatur: Der Kühlschrank sollte stets unter 7°C gehalten werden, idealerweise zwischen 0°C und 4°C, um das Wachstum von Listerien zu verhindern.
  • Haltbarkeitsdaten: Überprüfe stets das Verfallsdatum und konsumiere verderbliche Ware so schnell wie möglich.
  • Kreuzkontamination vermeiden: Halte rohe und gegarte Lebensmittel getrennt und verwende unterschiedliche Schneidebretter und Messer.
  • Gründliches Erhitzen: Durch das gründliche Erhitzen von Lebensmitteln wird sichergestellt, dass potenziell vorhandene Listerien abgetötet werden.

Folgende Tabelle gibt an, wie lange du bestimmte Lebensmittel idealerweise im Kühlschrank aufbewahren solltest:

Lebensmittel Max. Lagerzeit im Kühlschrank
Aufgeschnittene Wurstwaren 2 Tage
Gekochte Speisen 3 Tage
Frischer Fisch 1 Tag
Hartkäse Bis zu 3 Wochen

Durch das Einhalten dieser Lagerempfehlungen minimierst du das Risiko einer Listerieninfektion erheblich.

Was tun bei Verdacht auf Listeriose?

Wenn du den Verdacht hast, während der Schwangerschaft an Listeriose erkrankt zu sein, ist es wichtig, schnell zu handeln.

Die Symptome einer Listerieninfektion ähneln oft denen einer Grippe und können Fieber, Muskelschmerzen und manchmal Übelkeit oder Durchfall umfassen.

Diese Symptome können leicht mit anderen Schwangerschaftsbeschwerden verwechselt werden, was eine frühzeitige Erkennung erschwert.

Zuallererst solltest du unverzüglich einen Arzt aufsuchen, wenn du Symptome bemerkst, vor allem, wenn du kürzlich Lebensmittel konsumiert hast, die zu einer Listerieninfektion führen können.

Dein Arzt wird in der Lage sein, spezifische Tests durchzuführen, um festzustellen, ob du tatsächlich von Listerien betroffen bist. Dazu zählen Bluttests oder gegebenenfalls eine Amniozentese, um zu überprüfen, ob das Ungeborene einer Gefahr ausgesetzt ist.

Sollte sich der Verdacht einer Listeriose bestätigen, wird eine antibiotische Therapie empfohlen. Diese wird je nach Schwere der Infektion und Zustand des Ungeborenen von deinem Arzt individuell angepasst.

Dabei wird häufig auf Antibiotika wie Ampicillin oder Gentamicin zurückgegriffen, die in diesem Kontext als sicher gelten.

Es ist auch bedeutsam, dein persönliches Umfeld darüber zu informieren, dass du eine Listeriosetherapie durchführst. Diese Personen können nicht nur emotionale Unterstützung bieten, sondern auch dabei helfen, das Risiko weiterer Kontaminationsquellen in deinem Alltag auszuschließen.

Abschließend ist zu sagen, dass die rechtzeitige Behandlung und Vorsorge der Schlüssel zur Minimierung der Gesundheitsrisiken durch Listerien ist.

Ergreife proaktive Schritte, indem du auf potenziell gefährliche Lebensmittel verzichtest und die oben genannten Hygienemaßnah

Prävention von Listeriose in der Schwangerschaft

Prävention von Listeriose in der Schwangerschaft

Listeriose lässt sich während der Schwangerschaft durchaus vorbeugen, wenn du einige wichtige Maßnahmen beachtest.

Hygiene ist dabei das A und O. Wasche dir regelmäßig und gründlich die Hände, insbesondere vor dem Essen, nach dem Kontakt mit Tieren und nach dem Toilettenbesuch.

Auch bei der Zubereitung von Lebensmitteln ist Hygiene entscheidend. Nutze unterschiedliche Schneidebretter für rohe und gekochte Produkte und reinige sämtliche Küchenutensilien sorgfältig.

Beim Einkauf von Lebensmitteln sind Frische und Qualität besonders wichtig. Prüfe das Verfallsdatum und wähle verpackte oder frisch zubereitete Lebensmittel, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden.

Hierbei ist zu beachten:

  • Kühle Lebensmittel schnell ein
  • Vermeide langes Stehenlassen bei Zimmertemperatur
  • Lagere leicht verderbliche Produkte im oberen Kühlschrankbereich

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die korrekte Lebensmittelzubereitung. Gare Fleisch, Fisch und Eier stets vollständig durch.

Rohmilchkäse und nicht pasteurisierte Milch sollten während der Schwangerschaft vom Speiseplan gestrichen werden. Bei Obst und Gemüse gilt: Wasche es vor dem Verzehr unter fließendem Wasser und entferne beschädigte Stellen.

Im Folgenden siehst du eine Tabelle mit den idealen Lagertemperaturen für einige Lebensmittelgruppen, die das Risiko einer Listerienkontamination minimieren können:

Lebensmittelgruppe Lagertemperatur
Fleisch und Wurstwaren unter 5°C
Milchprodukte unter 5°C
Fisch 0 bis 2°C
Salate und Gemüse 2 bis 4°C

Es geht nicht nur um das Was, sondern auch um das Wie. Achte darauf, dass dein Kühlschrank die richtige Temperatur hat und überprüfe diese reg

Fazit

Bleib wachsam und kümmere dich um deine Ernährung – das ist der Schlüssel, um dich und dein Baby vor Listerien zu schützen.

Achte auf die richtige Lebensmittelwahl und -zubereitung und vergiss nicht, bei Verdacht schnell zu handeln.

Dein Bewusstsein für die Risiken und die einfache Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen können einen großen Unterschied machen.

So kannst du eine gesunde Schwangerschaft genießen und dein Ungeborenes schützen. Pass auf dich auf!

Häufig gestellte Fragen


Was sind Listerien?

Listerien sind eine Bakteriengattung, die bei Menschen ernsthafte Infektionen, bekannt als Listeriose, verursachen können. Diese Krankheit kann besonders für Schwangere und ihr ungeborenes Kind gefährlich sein.

Warum sind Schwangere besonders durch Listerien gefährdet?

Schwangere sind etwa 20-mal anfälliger für eine Listerieninfektion als andere gesunde Erwachsene, da diese Bakterien die Plazentaschranke überwinden und das Ungeborene infizieren können.

Welche Lebensmittel sollten während der Schwangerschaft gemieden werden, um Listerien vorzubeugen?

Um das Risiko einer Listerieninfektion zu minimieren, sollten Schwangere auf den Verzehr von Rohmilchkäse, Weichkäse, rohem und geräuchertem Fisch, rohen Fleischprodukten sowie Fertigsalate und rohes Gemüse verzichten.

Wie kann man Lebensmittel richtig lagern, um Listerien vorzubeugen?

Lebensmittel sollten unter 7°C im Kühlschrank gelagert, das Verfallsdatum stets geprüft, Kreuzkontaminierung vermieden und Lebensmittel vor dem Verzehr gründlich erhitzt werden.

Was sollte man tun, wenn man einen Listerioseverdacht hat?

Bei Verdacht auf eine Listerieninfektion sollte man sofort einen Arzt aufsuchen und sich testen lassen. Bei einer Bestätigung der Infektion ist in der Regel eine antibiotische Therapie erforderlich.

Wie kann das Risiko einer Listeriose während der Schwangerschaft generell reduziert werden?

Neben dem Meiden bestimmter Lebensmittel sollten schwangere Frauen auf eine gute Hygiene achten, richtig zubereiten und lagern von Lebensmitteln, und die richtige Temperatur im Kühlschrank sicherstellen, um Listeriose vorzubeugen.

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