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Schwangerschaft Bluttest: Vorteile und Risiken + beste Tipps und Empfehlung

Von Anja Boeken ✓ Medizinisch geprüft von Dr. med. Thomas Birkner am 14. März 2024

Du bist schwanger und fragst dich, welche Tests wichtig sind? Ein Schwangerschafts-Bluttest bietet dir viele Informationen über deine Gesundheit und die deines Babys.

Es ist ein einfacher Weg, um Sicherheit zu gewinnen und auf mögliche Risiken vorbereitet zu sein.

In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte über Schwangerschafts-Bluttests.

Welche Indikatoren werden überprüft? Was sagen die Ergebnisse aus? Wir klären dich auf, damit du genau weißt, was auf dich zukommt.

Egal ob du zum ersten Mal Mutter wirst oder schon Erfahrung hast, es ist immer gut, auf dem neuesten Stand zu sein. Bleib dran, und wir zeigen dir, wie du dich und dein Baby bestmöglich unterstützt.

Was ist ein Schwangerschafts-Bluttest?

Ein Schwangerschafts-Bluttest ist eine medizinische Untersuchung, die während deiner Schwangerschaft durchgeführt wird, um wichtige Informationen über deine Gesundheit und die deines ungeborenen Kindes zu gewinnen.

Diese Tests können dir Auskunft über verschiedene Indikatoren geben, die für die Entwicklung des Babys und dein Wohlergehen essentiell sind.

Hormonspiegel, wie das Human Choriongonadotropin (hCG), werden oft getestet, da sie Aufschluss über den Fortschritt der Schwangerschaft geben können.

Der Spiegel von hCG im Blut steigt in den ersten Wochen der Schwangerschaft schnell an und seine Konzentration kann dabei helfen, den ungefähren Zeitraum der Schwangerschaft zu bestimmen.

Weiterhin können Blutbilder Aufschluss geben über:

  • Deinen Eisenwert, um eine Anämie festzustellen oder vorzubeugen
  • Deinen Blutzucker, um Diabetes frühzeitig zu erkennen
  • Deine Blutgruppe und Rhesusfaktor, um mögliche Unverträglichkeiten zwischen deinem und dem Blut deines Babys zu identifizieren

Ein Schwangerschafts-Bluttest wird gewöhnlich von deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin angeordnet und kann in einem Labor durchgeführt werden.

Die Blutentnahme selbst ist schnell und sollte nicht schmerzhaft sein. Nach der Entnahme wird dein Blut analysiert und die Ergebnisse werden in der Regel innerhalb weniger Tage an deinen Arzt übermittelt.

Es gibt eine Reihe von Schwangerschafts-Bluttests mit verschiedenen Untersuchungszwecken. Beispielsweise kann der Triple-Test auf das Risiko für bestimmte genetische Störungen hinweisen. Hierbei werden die Level von AFP, hCG und Estriol im Blut gemessen.

Die nachstehende Tabelle zeigt Richtwerte dieser Hormone im zweiten Trimester:

Hormon Durchschnittswert im 2. Trimester
AFP 15 – 60 IU/ml
hCG 10.000 – 35.000 IU/L
Estriol 0,5 – 6,0 ng/ml

Es ist wichtig, dass du deine Ergebnisse mit deinem Arzt besprichst, da Normwerte variieren können und es auf individuelle Faktoren ankommt, um sie richtig interpretieren zu können.

Arten von Schwangerschafts-Bluttests

Während deiner Schwangerschaft begegnest du einer Vielzahl von Bluttests, die dazu dienen, die Gesundheit und Entwicklung deines Babys zu überwachen. Jeder Test ist dabei auf spezifische Informationen ausgerichtet.

Nicht-invasive pränatale Tests (NIPT)

Die nicht-invasiven pränatalen Tests, kurz NIPT, sind ab der zehnten Schwangerschaftswoche verfügbar. Sie dienen dazu, die Wahrscheinlichkeit für Chromosomenanomalien wie das Down-Syndrom (Trisomie 21) ohne Risiko für das Baby zu ermitteln.

Dein Blut enthält freie DNA-Fragmente deines Babys, und durch die Analyse dieser Fragmente kann man auf bestimmte genetische Bedingungen schließen.

NIPTs gelten als sehr zuverlässig und bieten dir und deinem Arzt wertvolle Einblicke, sollten zusätzliche Untersuchungen nötig sein.

Serum-basierte Tests

Serum-basierte Bluttests werden üblicherweise im ersten und zweiten Trimester durchgeführt.

Diese Tests messen spezifische Proteine und Hormone in deinem Blut, die Hinweise auf das Risiko für bestimmte Entwicklungsstörungen geben können.

Bei diesen Tests steht die Früherkennung von möglichen Schwangerschaftskomplikationen im Vordergrund, beispielsweise eine Präeklampsie oder Wachstumsverzögerungen beim Fötus.

Durch eine frühzeitige Erkennung können rechtzeitig Maßnahmen eingeleitet werden, um deine Gesundheit und die deines Babys zu schützen.

DNA-basierte Tests

DNA-basierte Tests bieten die Möglichkeit, genetische Informationen des Babys detailliert zu analysieren. Solche Analysen können beispielsweise durch eine Chorionzottenbiopsie oder eine Amniozentese durchgeführt werden, bei der fötale Zellen gewonnen und untersucht werden.

Diese Tests werden in der Regel angeboten, wenn aufgrund des Alters der Mutter oder der Familiengeschichte ein erhöhtes Risiko für genetische Erkrankungen besteht.

Die Durchführung von DNA-basierten Tests ist jedoch invasiv und kann mit Risiken verbunden sein.

Es ist daher wichtig, dass du dich vorher eingehend mit deinem Arzt über die Notwendigkeit und die Risiken dieser Untersuchungen austauschst.

Um dir einen besseren Überblick über die nicht-invasiven pränatalen Tests zu geben, findest du hier eine Tabelle mit Beispielwerten für die Kosten, die auf dich zukommen könnten:

Testart Kostenrahmen
Einfacher NIPT ab 130 €
Erweiterter NIPT mit Mikrodeletionsscreening ab 220 €

Beachte, dass die Kostenübernahme durch Krankenkassen von deiner individuellen Situation und dem Versicherungstarif abhängt. In manchen Fällen kann eine private Zusatzversicherung sinnvoll sein.

Vorteile eines Schwangerschafts-Bluttests

Vorteile eines Schwangerschafts-Bluttests

Frühe Erkennung von genetischen Störungen

Schwangerschafts-Bluttests bieten dir die Chance, bestimmte genetische Störungen bei deinem Baby frühzeitig zu erkennen.

Durch die Analyse von DNA-Fragmenten des Babys, die im mütterlichen Blut zirkulieren, können Ärzte Anzeichen von Anomalien wie das Down-Syndrom, das Edwards-Syndrom oder das Patau-Syndrom feststellen.

Diese frühe Diagnostik ermöglicht es dir, wichtige Gesundheitsentscheidungen in einer frühen Phase zu treffen und rechtzeitig eine spezialisierte Betreuung zu planen.

Geringeres Risiko für Fehlgeburten

Im Gegensatz zu invasiven Verfahren wie Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie, die ein geringes Risiko für Fehlgeburten bergen, ist ein Schwangerschafts-Bluttest deutlich sicherer.

Da er nur eine einfache Blutentnahme erfordert, besteht kein direktes Risiko für dich oder dein Baby.

Das macht ihn zu einer bevorzugten Wahl für viele Schwangere, die sich um das Wohl ihres ungeborenen Kindes sorgen.

Geschlechtsbestimmung des Babys

Neben der Diagnose genetischer Störungen kannst du mit Hilfe eines Schwangerschafts-Bluttests auch das Geschlecht deines Babys bestimmen.

Die Analyse der fetalen DNA gibt Aufschluss darüber, ob du einen Jungen oder ein Mädchen erwartest.

Diese Information kann besonders nützlich sein, wenn in deiner oder deines Partners Familie geschlechtsgebundene genetische Erkrankungen bekannt sind.

Weniger Invasiv als andere Tests

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die geringere Invasivität im Vergleich zu alternativen Pränataldiagnostiken.

Du wirst nur einer einfachen Blutabnahme unterzogen, die schnell und nahezu schmerzfrei verläuft.

Der Schwangerschafts-Bluttest bietet dir somit eine stressfreie Möglichkeit, wertvolle Einblicke in die Gesundheit und Entwicklung deines Babys zu erhalten, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen.

Die Durchführung eines Schwangerschafts-Bluttests

Besuch beim Arzt oder einer medizinischen Einrichtung

Wenn du dich für einen Schwangerschafts-Bluttest entscheidest, ist der erste Schritt der Termin bei deinem Arzt oder einer spezialisierten medizinischen Einrichtung.

Es ist ratsam, diesen Test zwischen der 10. und 14. Schwangerschaftswoche durchführen zu lassen.

Während des Termins wirst du über den Ablauf aufgeklärt und darüber, welche Informationen der Test liefern kann.

Stelle sicher, dass du alle deine Fragen zur Methode und möglichen Ergebnissen klärst, um gut informiert zu sein.

Blutentnahme und Laboranalyse

Für den Bluttest wird dir eine kleine Menge Blut abgenommen, üblicherweise aus der Armvene. Das entnommene Blut wird anschließend zur Analyse an ein Labor geschickt.

Im Labor werden verschiedene genetische Marker untersucht. Diese Marker können Hinweise auf genetische Erkrankungen wie das Down-Syndrom geben. Du spürst normalerweise nur einen kurzen Piks und die Blutentnahme ist schnell vorüber.

Ergebnisbesprechung und Beratung

Nach einigen Tagen bis Wochen erhältst du die Ergebnisse des Tests. Der Zeitraum kann variieren, aber im Durchschnitt dauert es etwa eine bis zwei Wochen.

Dein Arzt wird mit dir einen weiteren Termin vereinbaren, um die Ergebnisse zu besprechen. Hierbei geht es nicht nur um die Mitteilung der Resultate, sondern auch um eine umfassende Beratung.

Je nach Ausgang des Tests können weitere Schritte oder Untersuchungen empfohlen werden.

Sollten sich Hinweise auf eine genetische Anomalie zeigen, ist es wichtig, dass du professionelle genetische Beratung in Anspruch nimmst.

Auch unterstützende Gespräche können helfen, die Informationen zu verarbeiten und eine Entscheidung für die weitere Vorgehensweise zu treffen.

Denke daran, stets umfangreiche Beratung und Unterstützung zu suchen, bevor du weitreichende Entscheidungen triffst.

Einschränkungen und mögliche Fehlerquellen

Einschränkungen und mögliche Fehlerquellen

Hohe Kosten des Tests

Beim Thema Schwangerschafts-Bluttests solltest du dir bewusst sein, dass die Kosten eine erhebliche Einschränkung darstellen können.

Diese Tests sind meist nicht standardmäßig in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen und müssen oft selbst bezahlt werden.

Die Preise können variieren, liegen aber im Schnitt bei ungefähr 130 bis 500 €. Manchmal kann eine private Krankenversicherung oder eine Zusatzversicherung diese Kosten abdecken, aber das ist von Vertrag zu Vertrag unterschiedlich.

Du solltest deinen Versicherungsschutz prüfen und gegebenenfalls bereits vor der Schwangerschaft eine Zusatzversicherung in Betracht ziehen.

In manchen Fällen erforderliche invasive Bestätigungstests

Obwohl Schwangerschafts-Bluttests nicht-invasiv sind, können die Ergebnisse in manchen Fällen zusätzliche invasive Untersuchungen erfordern.

Diese Bestätigungstests wie die Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie werden durchgeführt, um die Ergebnisse des Bluttests zu verifizieren.

Sie bergen ein geringes Risiko für Komplikationen, einschließlich Fehlgeburten, und sollten daher nur nach gründlicher Beratung und unter wohlüberlegten Umständen in Anspruch genommen werden.

Die Entscheidung für oder gegen solch einen Bestätigungstest hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von der individuellen Risikobewertung und dem Ergebnis des Bluttests.

Mögliches Risiko von falsch-positiven oder falsch-negativen Ergebnissen

Schließlich ist es wichtig, das mögliche Risiko von falsch-positiven oder falsch-negativen Testergebnissen zu verstehen. Schwangerschafts-Bluttests sind sehr präzise, aber kein Diagnosewerkzeug ist fehlerfrei.

Ein falsch-positives Ergebnis bedeutet, dass eine genetische Abnormalität angezeigt wird, obwohl das Baby gesund ist; ein falsch-negatives Ergebnis hingegen deutet darauf hin, dass das Baby gesund ist, obwohl tatsächlich eine genetische Störung vorliegt.

Fehlerrate Falsch-Positiv Falsch-Negativ
Durchschnittlich <1% <0.1%

Diese Zahlen sind Durchschnittswerte und können je nach spezifischem Test und der getesteten Störung variieren. Um mit den Unsicherheiten umzugehen, solltest du professionelle genetische Beratung suchen.

Sie können helfen, die Ergebnisse richtig zu interpretieren und die nächsten Schritte zu planen.

Fazit

Du siehst also, Schwangerschafts-Bluttests bieten Dir wichtige Einblicke in die Gesundheit Deines Babys. Sie sind ein mächtiges Werkzeug, um frühzeitig informierte Entscheidungen zu treffen.

Denk daran, dass trotz der Kosten und der möglichen Notwendigkeit weiterer Tests, das Wissen, das Du erhältst, unbezahlbar sein kann.

Wäge die Vor- und Nachteile sorgfältig ab und lass Dich von einem Fachmann beraten. So kannst Du sicher sein, dass Du für Dich und Dein Baby den besten Weg wählst.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die Vorteile eines Schwangerschafts-Bluttests?

Schwangerschafts-Bluttests ermöglichen die frühzeitige Erkennung genetischer Störungen beim ungeborenen Kind, lange bevor andere Methoden dies zulassen.

Müssen die Kosten für Schwangerschafts-Bluttests selbst getragen werden?

In vielen Fällen müssen die Kosten für Schwangerschafts-Bluttests von den Eltern selbst bezahlt werden, da sie nicht von allen Versicherungen übernommen werden.

Kann ein Schwangerschafts-Bluttest definitiv genetische Störungen feststellen?

Während Schwangerschafts-Bluttests eine hohe Genauigkeit aufweisen, können sie dennoch falsch-positive oder falsch-negative Ergebnisse liefern. Aus diesem Grund kann eine zusätzliche invasive Diagnostik erforderlich sein.

Sind invasive Bestätigungstests nach einem Schwangerschafts-Bluttest immer notwendig?

Nicht immer, aber in einigen Fällen können zusätzliche invasive Tests nötig sein, um die Vorergebnisse des Bluttests zu bestätigen, insbesondere bei positiven oder unklaren Befunden.

Besteht ein Risiko für Komplikationen durch invasive Bestätigungstests?

Ja, invasive Tests sind mit einem geringen Risiko für Komplikationen verbunden, daher sollten sie nur nach sorgfältiger Abwägung durchgeführt werden.

Was sollte man nach Erhalt der Ergebnisse eines Schwangerschafts-Bluttests tun?

Es wird empfohlen, eine professionelle genetische Beratung in Anspruch zu nehmen, um die Testergebnisse zu verstehen und die nächsten Schritte des Vorgehens zu planen.

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