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Ausspucken durch die Nase: Ursachen und Tipps was man tun kann

Von Anja Boeken ✓ Medizinisch geprüft von Dr. med. Thomas Birkner am 28. Februar 2024

Als Mutter eines Neugeborenen oder Kleinkindes hast du wahrscheinlich schon mehr als einmal gesehen, wie dein Baby gespuckt hat.

Vielleicht hast du sogar schon gesehen, wie die Milch aus der Nase deines Babys kam.

Es kann ziemlich beängstigend sein, zu sehen, wie die ganze Milch oder Milchnahrung wieder auftaucht, besonders wenn sie durch die Nase läuft.

Das kann dein Kleines verärgern, aber sei beruhigt, das ist ein normaler und natürlicher Vorgang. Babys spucken – und zwar viel.

Um dich zu beruhigen, erklären wir dir hier, warum das passiert und wie du die Wahrscheinlichkeit, dass es wieder passiert, verringern kannst.

Spucken durch die Nase – ist das normal?

Reflux bei Säuglingen bedeutet, dass die Milch aus dem Magen des Babys zurück in den Mund oder die Nase fließt. Normalerweise ist das kein ernstes Problem und kann bei gesunden Babys mehrmals am Tag auftreten, obwohl es nach 18 Monaten seltener vorkommt.

Der natürliche Reflex, der die Milch wieder nach oben drückt, ist etwas, über das dein Baby keine Kontrolle hat.

Nase und Rachen sind miteinander verbunden, und wenn es sich schnell erbricht, kann es ein Geschoss sein und dich überraschen.

Einige Dinge können dazu führen, dass dein Baby häufig spuckt:

  • Eine unvollständige Magenklappe: Ein Schließmuskel verbindet den Magen und die Speiseröhre deines Babys. Der untere Speiseröhrenschließmuskel ist bei Neugeborenen unreif und lässt manchmal Nahrung in die Speiseröhre entweichen.
  • Ablenkungen: Wenn dein Baby beim Füttern abgelenkt wird, kann sein Saug-Schluck-Reflex gestört werden. Es kann zu viel Milch auf einmal schlucken, was zu leichtem Verschlucken führt und die Milch wieder aus der Nase schickt.
  • Luft schlucken: Wenn dein Baby sehr hungrig ist, kann es sein, dass es sich beim Füttern beeilt und schluckt. Das kann dazu führen, dass es Luft schluckt. Die Luft kann dann später zurückkommen und die Milch mit sich bringen.
  • Husten oder Niesen: Dein neugeborenes Baby hat wenig Kontrolle über seinen Körper. Schon das Niesen oder Husten kann dazu führen, dass die Milch wieder in die Speiseröhre gelangt.

Spucken vs. Erbrechen

Spucken ist normal und kommt oft vor, aber es ist weniger schlimm als Erbrechen. Erbrechen ist das gewaltsame Ausstoßen des Mageninhalts. Spucken ist ein leichter Fluss, wie die Milch, die beim Aufstoßen herauskommt.

Viele Dinge können den Teil des Gehirns auslösen, der den Brechreflex stimuliert. Dazu gehören die folgenden:

  • Die Nerven im Magen oder Darm, die auf eine Entzündung oder Reizung aufgrund einer Infektion oder Verstopfung reagieren.
  • Chemikalien im Blut, wahrscheinlich von Drogen oder Gift.
  • Bewegungskrankheit, die durch das Mittelohr ausgelöst wird.

Es kann vorkommen, dass sich dein Baby aufgrund von Rotaviren oder einer leichten Mageninfektion erbricht. Das sollte aber nicht regelmäßig vorkommen.

Wenn das Erbrechen nicht schnell vorübergeht und dein Kind Anzeichen einer Krankheit zeigt, empfehlen wir dir, deinen Gesundheitsdienstleister zu kontaktieren.

Wie kann ich die Häufigkeit des Spuckens bei meinem Baby reduzieren?

Spucken ist kein angenehmer Teil der Kindererziehung. Es verschmutzt Kleidung und Decken, und du musst mehr Wäsche waschen, als du jemals wolltest.

Und wenn dein Baby Milchnahrung bekommt, riecht die Spucke auch noch furchtbar.

Aber es gibt auch gute Nachrichten. Hier sind ein paar Dinge, die du tun kannst, um das häufige Spucken deines Kindes zu reduzieren:

Während des Fütterns

  • Versuch, dein Baby so oft wie möglich pünktlich zu füttern: Wenn dein Baby übermäßig hungrig ist, kann es Luft schlucken und sich verschlucken, was das Risiko für späteres Spucken erhöht.
  • Wenn dein Baby mit der Flasche gefüttert wird, achte darauf, dass das Loch an der Brustwarze nicht zu groß ist: Ein größeres Loch an der Brustwarze kann dazu führen, dass dein Baby zu schnell zu viel Milch bekommt.
  • Füttere dein Baby in einem Raum mit minimaler Ablenkung: Ein ruhiger Ort sorgt dafür, dass sich dein Baby auf das Essen konzentriert und nicht auf das, was um es herum passiert. Das ist vielleicht das Schwierigste, wenn du noch andere Kinder zu versorgen hast.
  • Nicht überfüttern: Wenn dein Baby sich satt fühlt, auch wenn es weniger als sonst gegessen hat, vertraue seinem Instinkt. Zwinge es nicht, mehr zu essen, als es will oder braucht.

Nach dem Füttern

  • Biete deinem Baby sofort ein Bäuerchen an: Du kannst eine Menge Spucken reduzieren, indem du einfach sicherstellst, dass dein Baby ein ordentliches Bäuerchen gemacht hat.
  • Halte dein Baby für ein paar Minuten aufrecht: So kann die Milch in den Magen abfließen und bleibt nicht in der Speiseröhre.
  • Wenn dein Baby einschläft, lege es auf den Rücken: Dein Baby schluckt oder hustet automatisch die Milch aus, die sich in seinem Rachen befindet. Wenn es auf dem Rücken schläft, hilft es ihm, die Flüssigkeit auszuspucken, falls es sich im Schlaf erbricht.
  • Vermeide enge Kleidung: Du solltest es vermeiden, Druck auf den Bauch auszuüben. Dazu kann auch gehören, die Windel zu eng zu schnüren.

Wann solltest du deinen Arzt anrufen

Spucken ist im Allgemeinen lästig, und vor allem das Spucken durch die Nase kann dich beunruhigen.

Versuche dir vor Augen zu halten, dass das völlig natürlich ist. Es gibt jedoch ein paar Symptome, die du mit deinem Arzt besprechen solltest, wenn sie auftreten:

  • Das Erbrochene sieht nicht wie Milch aus, oder es ist gelb oder grün.
  • Dein Baby spuckt Blut.
  • Dein Baby nimmt nicht zu oder verliert an Gewicht.
  • Der Stuhl deines Babys sieht anders aus, entweder wässrig oder blutig.
  • Dein Baby ist wählerisch oder unzufrieden beim Essen.

Fazit

Spucken, auch aus der Nase, ist ein normaler Teil der Entwicklung deines Babys. Solange es sich gut ernährt, an Gewicht zunimmt und nicht übermäßig wählerisch ist, hast du keinen Grund zur Sorge.

Wenn du Vorkehrungen triffst, wie z. B. Aufstoßen, dein Baby aufrecht halten und nicht zu viel füttern, kannst du das Spucken so weit wie möglich einschränken.

Wenn du dir Sorgen machst, wende dich an den Kinderarzt oder die Kinderärztin deines Babys.

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